Modified: 31.05.2005

 

Olaf unterwegs vom 26.09.2004 bis zum 14.12.2004.

 

Von Ende September bis Mitte Dezember 2004 habe ich ausgiebig die Ostküste Australiens bereist. Angefangen habe ich im Nordosten in Cairns, nach einigen Erkundungen der näheren und weiteren Umgebung gings dann weiter nach Süden, immer an der Küste entlang. Dabei habe ich einige Regionen per Fahrrad erkundet, andere per Mietwagen, in Wanderstiefeln oder im Bus. Die folgende Karte zeigt die wesentlichen Regionen, die als grüne Bereiche gekennzeichnet sind. Diese sind Links zu den entsprechenden Abschnitten im Text.

 

Cairns und Umgebung Townsville und Magnetic Island Whitsunday Islands Hervey Bay und Fraser Island Brisbane Sydney und die Blue Mountains Kosciuszko Nationalpark und Snowy Mountains Melbourne und Umgebung Tasmanien Adelaide und Umgebung Great Ocean Road

 

Eigentlich kann man sagen, dass dies keine einzelne Reise war, sondern eine Verkettung von mehreren Reisen. So habe ich mir zuerst Cairns und den Norden angeschaut. Von Cairns bin ich zum Cape Tribulation geradelt und habe danach ebenfalls auf dem Drahtesel eine Rundfahrt durch die Atherton Tablelands gemacht. Hier im Norden Queenslands begegnet man dem vielgerühmten tropischen Regenwald Australiens und dem Great Barrier Reef.

 Ausführlicher Bericht: Cairns und der Norden
 

Danach ging es per Bus weiter gen Süden, denn auf dem Fahrrad macht der vielbefahrene Highway entlang der Ostküste wenig Spaß. In Townsville habe ich einige Tage gerastet, nicht zuletzt um mein Fahrrad zu reparieren. Aber auch sonst hat Townsville einiges zu bieten. Hierzu gehört ein Besuch von Magnetic Island ebenso wie das Reef Headquarter, ein Aquarium, das mit enormem technischen Aufwand ein lebendiges Stück Korallenriff erhält und auch Forschung über Korallenkrankheiten betreibt.

 Ausführlicher Bericht: Townsville
 

Airlie Beach war die nächste Station der Busreise. Hier gibt es wohl nur ein einziges, sehr touristisches Programm: Segeln zwischen den Whitsunday Islands. Trotz aller touristischen Angebote immer noch ein Naturparadies mit unglaublich schönen Stränden und der Möglichkeit, im Korallenriff zu tauchen oder zu schnorcheln. Die Idee zum Segeln stammte übrigens nicht von mir, sondern von Jana, die diesen Törn dann auch für uns gebucht hat.

 Ausführlicher Bericht: Whitsunday Islands
 

Ebenfalls sehr touristisch und doch sehr sehenswert ist Fraser Island. Die Insel ist UNESCO World Heritage Gebiet, sowohl der Regenwald als auch die sandige Küste der Insel und die Seen sind einfach unglaublich. Und wenn eine gute Gruppe zusammenkommt, dann sind die self guided tours der Reiseanbieter eine wunderbare Gelegenheit, diese Landschaft auf eigene Faust mit dem Geländewagen zu erkunden. Unsere Crew war auf jeden Fall unschlagbar, das hat viel Spaß gemacht.

 Ausführlicher Bericht: Fraser Island
 

Die nächste Etappe führte mich nach Brisbane, der einzigen wirklichen Großstadt Queenslands. Brisbane ist vielleicht nicht an jeder Stelle eine Schönheit, besticht aber durch eine große Anzahl von schönen Parks. Sowohl die South Bank Parklands am Südufer des Brisbane Rivers als auch die Gegend am Mount Coot-tha mit dem wundervollen botanischen Garten sind Highlights eines Aufenthalts in Brisbane.

 Ausführlicher Bericht: Brisbane
 

Natürlich ist Sydney eine Stadt, die man gesehen haben muss. Nicht zuletzt auf Grund seiner wundervollen Lage inmitten von Buchten und Stränden ist Sydney eine Schönheit unter den Weltstädten. Die Harbour Bridge und die Oper sind (nicht zu Unrecht) weltbekannt, aber auch ein Bummel über einen der Märkte oder ein Besuch in Darling Harbour oder Chinatown zeigen die angenehmen Seiten der Stadt. Der botanische Garten lädt nicht nur zum Studium der Pflanzen, sondern viel mehr zum Picknick mit Blick auf die Oper ein (oder auch zum Heiraten, hier geben sich Frischvermählte die Klinke in die Hand). In der Umgebung der Stadt bieten die Blue Mountains Gelegenheit zum Wandern in spektakulärer Natur.

 Ausführlicher Bericht: Sydney
 

Nach einem Aufenthalt in Sydney wurde es doch endlich Zeit, die Ostküste zu verlassen und dem Touristenrummel zu entfliehen. Somit habe ich die weiteren Strände südlich von Sydney ausgelassen (nach einigen Dutzend Stränden kommt es ja auf ein paar mehr oder weniger nicht mehr so an) und bin stattdessen ins Landesinnere abgebogen. Per Bus hat es mich nach Gundagai verschlagen, ein Ort direkt nördlich vom Kosciuszko Nationalpark, der ein riesiges Gebiet der australischen Alpen beinhaltet. Hier habe ich mich mit Andrea getroffen, die ich in Sydney kennengelernt hatte, und gemeinsam sind wir wundervolle zehn Tage durch die Berge geradelt. Hierzu gehören Highlights wie das Radfahren im Hagel auf vereisten Straßen ebenso wie die Überquerung des Dead Horse Gaps (Passhöhe 1580 Meter) oder die Besteigung des Mount Koscuiszko, des höchsten Bergs Australiens.

 Ausführlicher Bericht: Australische Alpen
 

Nach einer wundervollen Radtour durch die Berge hat mich Jana in einen Mietwagen geladen (zusammen mit meinem in Teile zerlegten Fahrrad) und wir haben gemeinsam die weitere Umgebung von Melbourne erkundet. Hierzu gehört der wundervolle Wilsons Promontory Nationalpark, eine Halbinsel, auf der sich die Natur an schroffen Felsküsten, schönen Sandstränden und bewaldeten Bergen präsentiert. Ein weiteres Ziel war Philip Island und dann der herrliche Regenwald im Yarra Valley.  Melbourne selbst habe ich erst später kennengelernt.

 Ausführlicher Bericht: Umgebung Melbourne
 

Kaum in Melbourne angekommen, habe ich mein Fahrrad im Hostel deponiert, mir einen Rucksack gekauft und schon sind wir nach Tasmanien geflogen. Von Hobart ging es mit dem Mietwagen auf eine wundervolle Rundreise, hoch an der Ostküste von Port Arthur bis zum Freycinet Nationalpark, dann über Launceston zum Cradle Valley im berühmten Cradle Mountain - Lake St. Clair Nationalpark. Hier haben wir in einer zweitägigen Wanderung den Cradle Mountain umrundet. Ein Abstecher an die Westküste führte uns nach Strahan und Queenstown, dann ging es zum Lake St. Clair, dem südlichen Ende des Nationalparks. Von hier bin ich dann alleine den Overland Track gewandert, 80km von Süd nach Nord durch den Nationalpark, um 4 Tage später wieder am Cradle Mountain anzukommen. Von Launceston aus habe ich noch den Walls of Jerusalem Nationalpark erkundet, ebenfalls eine faszinierende Berglandschaft. Von Launceston gings dann wieder nach Melbourne.

 Ausführlicher Bericht: Tasmanien
 

Die folgenden Tage boten eine erste Gelegenheit, nun auch Melbourne, die südliche Metropole Australiens zu erkunden. Während Sydney absolutes Highlight für Touristen ist (die Oper muss man einfach gesehen haben), so lockt Melbourne mit Cafés, Bars und Restaurants, mit Shopping Malls und herrlichen Einkaufsstraßen ebenso wie mit einem riesigen Angebot an Kultur. Eine sehr lebendige Stadt, in der man wunderbar die Tage an sich vorbeiziehen lassen und sich einfach wohlfühlen kann.

 Ausführlicher Bericht: Melbourne
 

Natürlich habe ich es nicht über mich gebracht, ganze zwei Wochen in Melbourne zu relaxen, ein Kurztripp mit dem Flugzeug nach Adelaide sollte mir dann wenigstens noch ein Stück von South Australia zeigen. Adelaide hat trotz seiner Einwohnerzahl von mehr als 1 Mio ein gewisses Kleinstadtflair, es strahlt Ruhe und Gemütlichkeit aus. Dies passt auch prima zu der sanften Schönheit der Umgebung, die Adelaide Hills wölben sich im Sonnenlicht und zeigen ihr grasbewachsenes Gesicht, im Norden lockt das Barossa Valley mit seinen weltbekannten Weingütern. Adelaide habe ich mit Jana erkundet, die ich dort wieder getroffen habe. Wir waren auch noch auf dem Magill Estate, der Keimzelle der Winzerei Penfolds, wo wir nicht nur diverse Weine probieren durften, sondern auch noch durch die altehrwürdigen Gemäuer geführt wurden.

 Ausführlicher Bericht: Adelaide
 

Von Adelaide aus bin ich dann im Mietwagen entlang der Südküste nach Melbourne zurückgefahren, hier lockt der Coorong Nationalpark und die Great Ocean Road eine wundervolle Strecke, an der pinkfarbene Salzseen, bizarre Felsküsten und dichter Regenwald aufgereiht sind. Hier hatte ich dann auch das Glück, einigen Koalas in freier Wildbahn zu begegnen. Und zurück in Melbourne gings dann auch schon wieder an die Vorbereitung der Rückreise. Schade, 12 Wochen sind halt immer noch zu kurz, um einen ganzen Kontinent zu entdecken...

 Ausführlicher Bericht: Coorong und Great Ocean Road
 

 
 
Literatur:
 

Australien. Anne Dehne. Stefan Loose Verlag, Berlin, 2001. ISBN: 3-922025-58-7.

Australia Road Atlas. Lonely Planet Publications Pty Ltd, Footscray, Victoria, Australia, August 2000. ISBN: 1-86450-065-4.

Cycling Australia. Lonely Plane Publications Pty Ltd, Footscray, Victoria, Australia, April 2001. ISBN: 1-86450-166-9.

Weitere Literaturverweise und Links gibt es in den Seiten zu den einzelnen Orten, die im Text verlinkt sind.

 

 
 
 Anregungen, Lob und Kritik nehme ich gerne entgegen.