Modified: 04.07.2004

 

Hier folgt eine kurze Beschreibung der Entwicklung und der wesentlichen Merkmale eines jeden Baustils, sowie Hinweise auf die bekanntesten Baumeister und Gebäude.

 

 
Die Romanik:
 

Eines der wesentlichen Bauelemente der Baukunst der alten Römer war der Rundbogen, den sie bei der Konstruktion der großen Aquädukte, Brücken und Monumentalbauten einsetzten. Der römische Bogen basiert auf einem einfachen physikalischem Prinzip: Es werden einfache, keilförmige Steine benutzt, um den Bogen von beiden tragenden Pfeilern aus zu bilden. An ihrem Treffpunkt werden die aufeinandertreffenden Schenkel mit einem letzten Keil aneinandergepaßt, dem sog. Schlußstein. Die Schwerkraft drückt von oben auf die Keile, da aber kein Keil in den Bogen hineinrutschen kann, gibt jeder den Druck an seine seitlichen Nachbarn weiter. Die von oben aufliegenden Druckkräfte werden so über die beiden Schenkel auf die Pfeiler umgelenkt, die die Gesamtlast aufnehmen. Die Römer beherrschten dieses Prinzip bis zur Perfektion, wie ihre filigranen Aquädukte zeigen, die aus mehreren übereinanderliegenden Bogenreihen bestehen. Beeindruckende Überreste finden sich noch heute in Nîmes (Pont du Gard, ca 14 n. Chr.), in Segovia (2. Jh. n. Chr.), Mérida und Tarragona.

 

Bereits im 1. Jh. vor Christus gibt es erste Vorläufer der romanischen Kirchen wie z.B. eine unterirdische Basilika vor der Porta Maggiore in Rom zeigt. Die einfachste Art, mittels einem Rundbogen eine Grundfläche zu überdachen, besteht in einem Tonnengewölbe, zwei gegenüberliegende Wände werden jeweils durch eine Fläche aus nebeneinanderliegenden Rundbögen verbunden. Eine der bestimmenden Eigenarten beim Bau mit romanischen Bögen zeigt sich hier: Der Rundbogen ist stets ein Teil eines Kreises, d.h. mit der Verbreiterung des Bogens, um eine große Fläche zu überdachen, wächst auch seine Höhe im gleichen Verhältnis. Um weite Arreale zu überdachen, wurde es auf Grund der Statik notwendig, mehrere Gewölbe nebeneinander zu errichten, so daß Reihen von Pfeilern im Innenraum stehen, die zu zwei Seiten hin ein Tonnengewöbe tragen.

 

Tonnengewölbe teilen eine Fläche in mehrere parallele tunnelähnliche Gewölbe, liefern jedoch nur bedingt den Eindruck eines einzelnen großen Raumes. Um die Gesamtlast eines Daches zu stützen ist jedoch kein Tunnel notwendig, man kann Tonnengewölbe kreuzweise schneiden und erhält so ein sog. Kreuzgratgewölbe. Durch das Aneinanderreihen solcher Kreuzungen ergibt sich so z.B. ein überdachter Gang oder durch mehrere dieser Reihen eine überdachte Halle.

 

Eine Vorform der späteren romanischen Kirchen stellt die römische  Basilika dar. Sie ist das architektonische Produkt der Entwicklung einer repäsentativen Mehrzweckhalle aus Rundbögen und wurde von den Römern als Markthalle und Gerichtssaal genutzt. Um einen großen Raum zu schaffen, der auch eine genügende Ausleuchtung durch Tageslicht erfährt, wurde ein erhöhtes Hauptschiff errichtet, das im oberen Bereich der Wände Lichteinlässe besitzt. Ihm zur Seite wurde jeweils ein niedrigeres Seitenschiff gestellt, welches durch die Pfeiler des Haupschiffes von diesem etwas abgeteilt ist, so daß hier der Eindruck eines kleineren Raumes entsteht. Auf diese Weise bietet die Basilika sowohl für große Versammlungen als auch für intimere Gespräche am Rande den geeigneten Raum.

 

Eine Eigenschaft des Kreuzgratgewölbes mit romanischem Bogen besteht darin, daß jeweils nur quadratische Gewölbeflächen gestaltet werden können, da die Rundbögen dieselbe Deckenhöhe erreichen müssen und folglich auch dieselbe Breite überspannen. Diese Eigenschaft führt zum sog. gebundenen System der Basilika: Die Breite des Hauptschiffs ist ein ganzes Vielfaches (i.d.R. das doppelte oder das dreifache) der Seitenschiffbreite, so daß jeweils zwei oder drei Bögen des Seitenschiffes von einem Bogen des Hauptschiffes überspannt werden. Besteht das Hauptschiff also aus 4 Jochen, so hat ein jedes Seitenschiff 8 (oder 12) davon. Häufig werden jeweils die Pfeiler der Seitenschiffjoche baulich anders gestaltet als die beiden Äußeren, die mit den Hauptschiffspfeilern zusammenfallen (z.B. als Säulen). Dies führt zu jeweils abwechselnd gestalteten Pfeilern und wird als  Stützenwechsel bezeichnet.

 

 
Die Gothik:
 

Hier kommt noch Text.

 

 
Der Jugendstil:
 

Hier kommt noch Text.

 

 
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